Du wirst das Licht wieder sehen.


6. November 2012 um 10.01 Uhr

Mein Vater sagte mir mein ganzes Leben, ich hätte ein „Herz aus Gold“. Ich glaube, dass er teilweise damit meinte, ich hätte ein Herz, das wahrhaftig fühlt.

Aber es erscheint mir, dass die Fähigkeit Freude zu empfinden, umgekehrt genau ausgeglichen ist, mit der Fähigkeit Schmerz zu empfinden. Ich erinnere mich, dass ich seit ich sehr jung war, Hochgefühle hatte, die sehr schnell in tiefe Melancholie umschlugen, ohne ein Zeitfenster in Aussicht zu haben, wann ich wieder Trost erfahren sollte. Aber fühlen konnte ich immerhin noch.

Dann, nachdem ich Jugendlichen das Windsurfen beigebracht hatte und mit meinen Schülern lachte, an einem sonnendurchfluteten Tag letzten Sommer, fiel ich in einen dunklen Abgrund, wie ich ihn nie zuvor erlebt hatte. Zuerst fühlte ich Trauer, dann schmerzhafte, herzzerreißende Qual…dann nichts.

Ich fühlte nichts. Traurigkeit war weg, Freude war weg. Ich fühlte nichts. Es war, als ob mir meine Menschlichkeit und alles was ich über mich zu wissen glaubte, entrissen worden war. Ich fühlte mich wie ein Untermensch. Ich atmete, aber es war kein Leben mehr in mir, wie ich es kannte. Meine Seele, meine Essenz hatte sich verabschiedet und ich wurde als leere Hülle zurückgelassen, ein flackerndes Hologramm, von dem, was ich einmal gewesen bin. Es war erschreckend. Das einzige, das ich tatsächlich fühlte war Angst und sie überzeugte mich davon, dass ich noch nie etwas anderes als Leere gefühlt hatte und dass ich nie mehr die Fähigkeit zu fühlen zurück erhalten würde. Dass ich niemals wieder der John Dornellas sein würde, den die Menschen um mich herum kannten. Sie zerschmetterte mich wie ein riesenhafter Stein, der mir auf die Schultern fiel.

In meiner Qual und meiner Sinnesamnesie, traf ich die Entscheidung einen Freund anzurufen, der mit schweren Depressionen kämpfte. Ich hatte keine Hoffnung, dass sich mein gegenwärtiger Zustand jemals wieder ändern könne, aber er sagte mir, ich würde das Licht wieder sehen und Freude fühlen können. Und ich glaubte ihm. Obwohl ich mich nicht davon überzeugen konnte, so wusste ich doch, dass er die Wahrheit gesagt hatte: Dass ich wieder raus kommen konnte. Dieser kleine Funke des Vertrauens, den er mir eingeflößt hatte, schlug einen Riss in den riesigen Stein der Angst auf meinen Schultern, der mich zerschmetterte.

Das Licht begann endlich wieder für mich zu scheinen und ich lernte eine mächtige Wahrheit. Wenn wir Trost in unseren Kämpfen bekommen, dann erhalten wir die einzigartige Fähigkeit, diesen Trost mit anderen zu teilen. Genauso wie mein Freund es mit mir gemacht hatte. Seitdem konnte ich meine Erfahrung teilen und konnte den Menschen Hoffnung geben, die keine finden konnten. Mit einer langen Umarmung und einem einfachen: „Alles wird gut. Du wirst das Licht wieder sehen.“

Ich bin erstaunt, wie viele Menschen unter Depressionen leiden. Viele noch viel schlimmer als ich. Ich habe Freunde, die sich in das Komponieren von Musik versenken, oder schreiben, oder stundenlang Laufen, um die Kraft der Depression in das Gegenteil zu verkehren. Wenn ich weiß, dass ich mich auf der Schwelle befinde, dann bete ich wie verrückt. Dann gehe ich in den Ozean. Meinen „Ort der Freude“. Speerfischen und Tauchen, während ich meinen Atem anhalte, trösten mich. Ich fühle mich meinem Schöpfer nahe, während ich tief unter Wasser bin, mit nichts außer einem Atemzug. Eine lange Fahrt in einem Paddelboot, ein Treffen zum Windsurfen, alleine zu Surfen oder zusammen mit einem Kumpel….das alles hilft mir zu entkommen, wenn sich der Nebel der Depression vor mir aufbaut. Oft hält es ihn auf Distanz, bis er sich auflöst.

Vor allen Dingen, gibt mir das Wissen, dass ich nicht allein darin bin, damit kämpfen zu müssen und Freunde, Mentoren an meiner Seite habe, Hoffnung. Also bleibe stark. Es gibt Menschen, die Dich lieben. Sie brauchen Dich. Du wirst das Licht wieder sehen.

 

——John Dornellas

 Quelle: http://www.twloha.com/blog/

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Update von Lexie

Hallo zusammen!

Ich habe hier einen sehr inspirierenden und kraftvollen  Text einer jungen Frau namens Lexie auf der amerikanischen TWLOHA-Seite gefunden. Ich dachte mir, den muss ich unbedingt mit Euch teilen.

 

Liebe Welt,

Bald werden sich meine Ängste von Dunkelheit in Licht verwandeln.

Ich habe keine Angst mehr.

Bald werden meine Narben nicht mehr versteckt, sondern sichtbar für jeden sein.

Meiner Narben haben begonnen zu verblassen und mein Herz hat begonnen zu heilen.

Bald werden meine Masken, die ich so zart erschaffen habe, zerbrochen werden und alles von mir wird zum Vorschein treten.

Ich habe angefangen die Person zu lieben, die sich dahinter verborgen hat und ich lerne sie zu akzeptieren.

Ich bin gesegnet Menschen zu haben, die ich liebe. Menschen, die mich nicht einmal kennen und neu gefundene Freunde, die mich unterstützen. Aber ich gehöre zu den Glücklichen, ich gehöre zu den Gesegneten.

Was ist mit dem Mädchen, das immer noch ihren Schmerz hinter ihrer Maske verstecken muss? Oder was ist mit dem Jungen, der immer noch mit den Gefühlen kämpft, von denen Ihr ihm gesagt habt, er müsse sie verbergen?

Was werdet Ihr mit ihm anstellen, wenn er bereit ist den Schritt hinaus aus dem Dunkel und in das Licht zu wagen?

Es ist in Eurer Natur zu versuchen ihnen Angst einzujagen und ihnen zu sagen, dass sie gefälligst in die Dunkelheit zurückkehren sollen, um sich dort zu verstecken. Weil sie dort hingehören und weil es der einzige Ort ist, an dem sie sicher sind.

Wir alle wissen, dass das nicht wahr ist. Also habt Ihr eine Wahl.

Lasst sie aus der Dunkelheit kommen und umarmt sie mit Eurem Licht. Oder macht weiter damit, sie zurück zu schicken und sie dort zu lassen.

Wenn Ihr Euch entscheidet sie leuchten zu lassen, werdet Ihr überwältigt davon sein, was Ihr sehen werdet. Sie haben so viel zu geben und so viel zu teilen. Am Anfang werden sie zerbrechlich sein, aber mit der Zeit werden sie an Stärke gewinnen. Ihr könnt dabei mitmachen und auch durch sie gestärkt werden.

Wenn Ihr Euch dafür entscheidet sie wieder in die Dunkelheit zu schicken, dann macht Ihr einen riesigen Fehler. Nicht nur, weil es einfach falsch ist, sondern auch, weil Ihr die Gelegenheit verpasst, die Schönheit zu sehen, die sie in sich tragen. Wollt Ihr Euch wirklich die Schuld aufbürden sie zum schweigen verdammt zu haben?

Wenn Ihr Euch unschlüssig seid, dann kommt und greift mich an. Ich fühle mich so gesegnet, dass ich keine Angst mehr vor Euch habe. Es ist egal was Ihr mir ins Gesicht schmeißt, ich kann Euch fast sicher garantieren, dass ich damit schon einmal konfrontiert gewesen bin und ich habe gewonnen. Und falls nicht, dann habe ich ein Netzwerk von Menschen, die mich dabei unterstützen zu kämpfen. Ich gehöre zu den Glücklichen. Nicht alle sind so glücklich wie ich es bin. Versucht nicht denen die Hoffnung zu nehmen, die endlich realisiert haben, dass sie Hoffnung haben.

Also Welt, was steht an?

Quelle: http://www.twloha.com/blog/

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Geistern sagen, dass sie gehen sollen

31. Oktober 2011 um 23.59 Uhr

Was bedeutet es, wenn etwas heimgesucht wird? Was genau ist ein Geist?

Ist es, wenn etwas aus der Vergangenheit sich weigert zu gehen? Ist es, wenn etwas stirbt, aber nicht fortgeht?

Es ist einfach über heimgesuchte Orte zu reden. Ein Geisterhaus. Ein heimgesuchtes Gebäude. Wir lächeln, wenn wir solche Geschichten hören. Sie begeistern uns. Es gibt dann kein Stigma, keine Scham. Aber wie steht es mit heimgesuchten Menschen? Ist es nicht wahr, dass unsere Leben, als Menschen, nicht ebenfalls zu heimgesuchten Dingen werden können? Die Vergangenheit kann die Gegenwart heimsuchen. Die Vergangenheit kann die Zukunft stehlen.

Ist es nicht das, worum es meistens geht? Etwas schmerzvolles aus unserer Vergangenheit? Etwas zerbricht oder etwas stirbt und während wir mit dem Schmerz leben, beginnen wir mit Geistern zu leben. Und durch unsere Entscheidungen bitten wir die Geister zu gehen oder wir erlauben ihnen, sich häuslich bei uns einzurichten.

Wenn wir dazu fähig sind über heimgesuchte Gebäude zu sprechen, dann sollte es uns auch möglich sein, über heimgesuchte Menschen zu sprechen. Wir sollten dazu fähig sein, eine Hand zu erheben und zu sagen „Mir geht es nicht gut.“ oder „Ich brauche Hilfe.“ oder „Können wir reden?“

Vielleicht beginnen wir unsere Geister darum zu bitten, uns zu verlassen, wenn wir damit anfangen andere Menschen darum zu bitten, uns in unsere Geisterhäuser zu begleiten. In die zerbrochenen Teile unserer Geschichten. Unser Durcheinander und unsere Fragen. Um uns zu treffen, um uns zu kennen, um zu helfen, um sich zu kümmern, um zuzuhören.

Vielleicht beginnen wir unseren Freunden zu helfen die Geister los zu werden, in dem wir sie wissen lassen, dass wir uns vor ihrem Schmerz nicht fürchten. Wenn wir fragen, um sie wirklich zu kennen. Wenn wir fragen, um wirklich in sie hinein zu sehen. Wenn wir unseren Teil dazu beitragen, um jenseits der Entfernung und des Lächelns tiefer zum „Wer bist Du?“ und „Wie geht es Dir?“ und „ Geht es Dir gut?“ zu gelangen.

Ich war mal ein Geisterhaus. Es gab bei mir Dinge, die starben, aber ich wusste nicht, wie ich sie dazu bringen konnte, mich zu verlassen. Und es gab natürlich Zeiten, an denen ich gar nicht wollte, dass sie mich verlassen, weil sie schön waren. Sie waren nicht länger real, aber sie waren schön. Sie waren Brücken, die zu besseren Zeiten führten. Ich dachte, dass sie meine Träume waren.

Aber die Realität ist der beste Ort, an dem man leben kann. Die Realität ist der Ort, an dem Heilung stattfindet. Im ehrlichen Licht und durch die Stimmen unserer Freunde.

Wir alle haben unsere Vergangenheit. Wir alle haben unseren Schmerz. Wir alle werden von Zeit zu Zeit Geister kennen lernen. Aber wenn unser Leben wie ein Gebäude ist, dann sollten wir unsere Türen öffnen und einige Menschen hinein blicken lassen. Und wir werden beginnen unsere dunkelsten Orte, diese Räume, die unsere Ängste und unsere Träume beherbergen, gemeinsam mit ihnen zu durchwandern. Freunde mit Hoffnung wie Kerzen, den Geistern sagen, sie sollen gehen.

Quelle: http://www.twloha.com/blog/

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Der Kampf geht weiter.

In einer Welt, in der viele Menschen Masken tragen um sich sicher zu fühlen, ist Ehrlichkeit manchmal schwer zu finden. Besonders in der Welt der sozialen Medien, in der wir unsere Masken behutsam aufbauen können. Wir erlauben den Menschen nur das zu sehen, was wir sie sehen lassen wollen, außer wir besitzen den Mut, uns dort verletzlich zu zeigen. Jenny Lawson (aka The Blogess) schreibt so direkt, so ehrlich einen Teil ihrer Geschichte, weil sie daran glaubt, dass dies Teil des Heilungsprozesses ist. Wir hoffen, die folgenden Worte laden Euch dazu ein, dasselbe zu tun.

 

Wenn Ihr mich auf Twitter verfolgt, dann wisst Ihr schon, dass ich den schlimmsten Anfall von Depressionen zu bekämpfen hatte, den ich in meinem Leben jemals gehabt habe. Gestern begann er vorbei zu gehen und zum ersten Mal seit Wochen weinte ich wegen Erleichterung und nicht wegen Hoffnungslosigkeit. Depressionen können lähmend und tödlich sein. Ich befinde mich in der glücklichen Lage, dass so etwas selten bei mir vorkommt und dass ich Unterstützung habe, auf die ich mich verlassen kann. Ich befinde mich in der glücklichen Lage, gelernt zu haben, dass Depressionen Dich belügen und Du niemals auf sie hören sollst, obwohl diese Lügen in solchen Zeiten sehr überzeugend klingen können.

Wenn Menschen, die an Krebs leiden, wieder gesund werden und in Remission gehen, dann beglückwünschen wir sie für ihre Tapferkeit. Wir nennen sie Überlebende. Denn das sind sie.

Wenn Menschen, die an Depressionen leiden, gesunden und in Remission gehen, dann wissen wir es meist überhaupt nicht, ganz einfach deswegen, weil viele im Dunkeln leiden….sich dafür schämen etwas zuzugeben, dass sie als persönliche Schwäche verstehen. Sie haben Angst davor, dass die Menschen sich Sorgen machen und noch mehr Angst davor, dass sie sich eben keine Sorgen machen. Wir finden uns in einer Situation wieder, in der wir zu nichts anderem fähig sind, als auf der Couch zu kleben und uns dazu zu zwingen zu atmen.

Wenn Du Dich aus den Fängen einer Depression befreist, dann fühlst Du eine unglaubliche Erleichterung, aber keine, die sich so anfühlt, als dürftest Du Dich darüber freuen. Stattdessen wird das Siegesgefühl ersetzt mit Angst, dass es wieder passieren könnte und mit Gefühlen der Scham, der Verletzlichkeit, wenn Du siehst, wie Deine Krankheit Deine Familie, Deine Arbeit, alles was Du liegen gelassen hast, während Du darum gekämpft hast zu überleben, in Mitleidenschaft gezogen wurde. Wir kehren zum Leben dünner, blasser, schwächer zurück…aber als Überlebende. Überlebende, denen keiner ihrer Arbeitskollegen auf die Schulter klopft und ihnen dazu gratuliert es geschafft zu haben. Überlebende, die sich mehr Arbeit gegenüber sehen als zuvor, weil ihre Familien und Freunde erschöpft davon sind, bei einem Kampf geholfen zu haben, den sie vielleicht nicht einmal verstehen.

Trotzdem bin ich heute stolz. Ich habe überlebt. Und ich freue mich über jeden, der das hier liest. Ich freue mich über die Tatsache, dass Du Deinen Kampf geführt hast und weiterhin dabei bist zu gewinnen. Ich freue mich über die Tatsache, dass Du den Kampf vielleicht nicht verstehst den jemand führt, aber dass Du trotzdem den Taktstock aufhebst, den jemand fallen gelassen hat den Du liebst , bis er ihn selbst wieder führen kann. Ich freue mich über die Tatsache, dass wir immer ein wenig stärker werden, jedes Mal wenn wir es überstanden haben. Wir lernen neue Tricks auf dem Schlachtfeld. Wir lernen sie auf furchtbare Art, aber wir benutzen sie. Wir kämpfen nicht vergeblich.

Wir gewinnen.

Wir leben.

Quelle: http://www.twloha.com/blog/

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Du bist sehr wichtig.

23. Mai 2010 um 14.39 Uhr

Ich hoffe Du weißt, dass Du nicht der Einzige bist der sich so fühlt, wie Du Dich fühlst. Du bist nicht der Einzige der kämpft. Du bist nicht der Einzige mit Fragen. Du bist nicht verrückt. Du verdienst es gehört und gekannt zu werden. Du verdienst Liebe.

Du verdienst Liebe.

Du verdienst einen Ort, der sich wie ein Zuhause für Dich anfühlt. Du verdienst Hände, die Du halten kannst. Hände, die Dich durch die zerbrochenen Momente ziehen. Hände, die Dich auffangen wenn Du fällst. Augen, die Dich sehen. Die sagen, dass Du da bist, dass Du existierst, dass Du einen Raum veränderst, dass Deine Gegenwart von Bedeutung ist. Ohren, die Dich hören. Deine Geschichten hören,  Dich lachen hören. Ohren, die Deine Fragen hören und die sagen, sie sind wichtig.

Deine Fragen sind wichtig.

Ruf heute vielleicht einen Freund an oder lade jemanden zu einem Kaffee ein. Sage jemandem, dass er wichtig ist oder sage jemandem, dass Du eine Unterhaltung gebrauchen kannst. Schreibe einen Brief oder frage jemanden, wie es ihm geht. Liebe einen Song viel zu sehr. Fühle das Schlagzeug und verliere Dich im Refrain. Es bedeutet, dass Du lebendig bist.

Es ist gut, dass Du lebendig bist. Wer sonst könnte Deinen Part spielen?

Ich hoffe Du kommst zu einem Ort, wachst an einem Tag auf, an dem sich das alles wahr anfühlt. Du verdienst zu wissen, dass es wahr ist.

To Write Love On Her Arms ist eine Gemeinschaft aus Menschen mit Fragen und Kämpfen. Sie ist für zerbrochene Menschen da und sie wird geleitet von zerbrochenen Menschen. Das Leben ist schwer und leicht. Das Leben ist beides. Schönheit und Leid, Schmerzen und Träume. Wir sagen, dass es okay ist über diese Dinge zu reden. Wir sagen, dass wir es müssen. Wir entscheiden uns zu glauben, dass Geschichten, bessere Enden verdienen. Dass Hoffnung real ist, dass Hilfe real ist, dass Menschen andere Menschen brauchen.

Du bist heute nicht allein. Du bist sehr wichtig.

Friede sei mit Dir.

Jamie

Quelle: http://www.twloha.com/blog/

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Mein Ritt durch die Hölle und zurück und wie ich mich auf dem Sattel hielt.

Es fing vor vier Jahren an, der Zeitpunkt zu dem ich das erste Mal daran dachte, mich selbst zu verletzen lag nur knapp vor dem, in dem ich das erste Mal durch ganz bewusstes Verschulden das Blut aus meinem Arm rinnen sah. Wie eine nahende Flut schossen mir die Tränen in die Augen, rollten unaufhaltsam meine Wangen herunter und auch wenn ich noch so bestürzt darüber war, was mit mir geschah, dass mir die Schauer kalt den Rücken runter liefen und sich eine leere in mir aufstaute, so brach hier für mich ein neues Kapitel an. Je mehr mich mein Umfeld enttäuschte, mied und verletzte, desto mehr fing ich an mich selbst zu hassen, mir Schuld an Dingen zu geben, die kein Mensch hätte verhindern können und die Zahl der Wunden auf meinem Arm wuchs beständig, schnell und unaufhaltsam. Schon viel zu bald als mir lieb war befand ich mich in einem Teufelskreis aus Stundenlangem Weinen, Selbstverletzung und schlafen um schlimmeres zu verhindern. Ich konnte nachts nicht schlafen weil die Gedanken nur darum kreisten, was mich am nächsten Tag erwarten würde, darum dass mein Arm brannte und schmerzte. Ich brach jede Nacht in Tränen aus, wachte zwischendurch auf nur weil das Verlangen wieder einmal so groß war, verletzte mich immer und immer wieder und weinte so lange bis ich nicht mehr konnte und ich vor Erschöpfung einschlief. Die Schule war ein einziger Alptraum. Selbst Freunde können so grausam sein, weisen Andere auf dein “Problem” hin um sich selbst in ein besseres Licht zu rücken. Mit der Zeit hatte ich tagtäglich Klingen dabei, eingewickelt in ein Taschentuch, damit auch ja niemand etwas bemerken würde. Ich versuchte das alles mein Problem sein zu lassen, schraubte heimlich Klingen aus Anspitzern um das alles nicht all zu Auffällig zu gestalten, es war selbst für mich eine Qual zu sehen dass mehr offenes Fleisch als wirklicher “Arm” von mir übrig geworden war. Es wurde Sommer und mein schlimmster Alptraum wurde war, meine Mutter sah meine Schande und sprach mich darauf an aber ich wollte nichts davon wissen, flüchtete mich in dumme und naive Ausreden.
Mir kamen Suizid Gedanken auf, ich wusste nicht mehr weiter- bis ich von den Depressionen meiner Mutter erfuhr. “das kannst du ihr nicht antun” habe ich mir gesagt, gekämpft und befand mich scheinbar auf einem guten Weg. Denkste.
Nach nicht einmal einem Jahr brachte mich das alles um den verstand, das Verlangen danach , mich für all die kleinen Sünden zu bestrafen, dafür meiner Mutter weh getan zu haben, in das alles rein geraten zu sein und jedes Pfund dass ich zu viel auf den Rippen trug, zu dem verschwanden meine Narben unter meiner Bräune immer weiter. Die alten Narben wichen den neuen Wunden und zu allem überfluss fing ich an zu hungern, mir jede Mahlzeit zu verkneifen und Appetitszügler zu schlucken. Mein Hass auf mich selbst wuchs unaufhaltsam und jedes Mal wenn ich dachte ich komme aus dieser Geschichte heraus fing es von neuem an.

Ich kam in eine neue Klasse, meine frühere beste Freundin ließ mich für die nächst beste sitzen und die Toleranz meiner neuen Klassen gegenüber meiner geschichte und dem was ich durch gemacht hatte war gleich null.Nach Monaten, die ich es aus gehalten hatte mir nichts zu zu fügen, suchte ich mir neue Stellen, zerschnitt mir beide Oberschenkel und hungerte weiter bis mein Kreislauf am Boden war, ich in der Schule fast zusammen brach und die Lehrer mir die Anweisung gaben zu essen.
ICH war am Boden und dachte es geht nicht mehr weiter runter, bis ich an den Punkt kam, an dem meine Oma krebs bekam, Prognose:noch drei Monate. Eine Welt brach zusammen und ich fügte mir gleich zwanzig neue Wunden zu. Jeden Tag kamen erneut an Arm, Beinen,Bauch und Becken neue Wunden Hinzu, immer tiefer, immer länger.
Ich fing an meine Mahlzeiten wieder von mir zu geben, hasste mich wie nichts anderes auf dieser Welt und fand nur noch Makel, die anderen nicht auffielen. Nach einer Weile brauchte ich nur eine kleine falsch verstandene Bemerkung um mir sämtliche Gliedmaßen auf zu schneiden. Ich wusste von Zeit zu Zeit nichtmal wofür ich mich damit bestrafen wollte, aber Fakt war dass ich es musste weil mich das Verlangen danach irre machte. Meine Mutter schickte mich zum Psychologen, wollte mich einweisen lassen und mich lies das alles kalt, ich sagte mir immer wieder “ich kann da selber wieder raus kommen” und auf der anderen Seite wollte ich keine Hilfe, es hatte aus meiner Sicht niemandem außer mir geschadet und war somit kein ernst zu nehmendes Problem.
Ich erfuhr von eurer Organisation, von der Geschichte die dahinter steckte und brach in Tränen aus, denn in meiner Geschichte gibt es niemanden, der mir Hilft, keine Freunde die sich um mich sorgen. In meiner Geschichte gibt es nur falsche Freunde, die sich von dir zurück ziehen wenn sie ihren Nutzen aus eurer Bekanntschaft gezogen haben, die sich über deine Probleme lustig machen und Bekannte die dein Leid sehen und weg schauen. Es gibt eine Mutter, die denkt ihr Kind hat es geschafft, immer und immer wieder und die es von innen auffrisst zu sehen dass es mit ihrem Kind immer nur bergab geht, einen Vater der von all dem nichts mit bekommt weil ich ihn nicht an mich ran lasse und dann noch das Melancholische und Depressive Mädchen, dass jede Stelle ihres Körpers hasst und zu gutmütig für diese Welt ist. Dieses Mädchen, dass anderen immer gutes wollte, ihnen den kleinen finger hin gestreckt hat, wenn sie ihnen die restlichen Finger ab gehackt hatten, das sich seit einem halben Jahr nicht verletzt hat und bei einer Doku über Selbstverletzung gespürt hat wie alles erneut hoch kam aber es nicht an sich ran lies, das ihr Leben auf die Reihe bekommt und zum ersten Mal gut in der Schule und ansatzweise zufrieden mit sich selbst ist,die euch dafür danken möchte dass ihr so vielen Menschen helft und den Weg raus aus dem dunkel erleichtert. Das Mädchen, dass den Namen Leah trägt.

Heute kämpfe ich tagtäglich mit mir wenn ich meine Narben sehe, aber Erinnere mich daran, wie tief unten ich war und dass ich nicht wieder dort hin möchte.Ich esse regelmäßig und gesund und habe allerdings keineswegs mein Vertrauen in die Menschen verloren, denn keiner den ich jetzt kennen lerne, kann etwas für das Verhalten dass man mir gegenüber zuvor an den tag gelegt hat.
Ich war nur fünf mal beim Psychologen und muss sagen dass es nicht dazu bei getragen hat, im Endeffekt habe ich, soweit ich das zum jetzigen Zeitpunkt sagen kann, selber gekämpft und das mit dem Sieg sieht verdammt gut aus.
Dennoch bin ich Vorsichtig mit solchen Behauptungen, denn so etwas ist wie eine Droge, du wirst süchtig und auch wenn du dich
noch so oft in Therapie begibst ist ein Rückfall niemals ausgeschlossen, und der härteste Teil ist definitiv der Entzug.

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Die Dame auf 19F

15. Juli 2010 um 10.40 Uhr

Während ich bei To Write Love On Her Arms arbeitete kamen mir einige beeindruckende Geschichten zu Ohren. Ich habe zugehört, ich habe sie geteilt und ich bin gewachsen. Wir sagen immer „Deine Geschichte ist wichtig“, weil sie es ist. Deine Geschichte wurde mit einem Grund geschrieben. Sie wird noch geschrieben. Manchmal leiden wir. Manchmal stolpern wir, fallen wir und wir wissen nicht, wie wir wieder auf die Füße kommen sollen. Unsere Herzen brechen, unsere Welt scheint dunkler zu werden, wir fühlen uns allein. Aber durch diese Kämpfe lernst Du und wächst. Du findest heraus, wer Du selbst bist. Vor zwei Wochen traf ich eine wundervolle Frau auf einem Flugzeug nach Cincinnati, die mir half, das alles wieder zu sehen.

Ich erwachte um 5 Uhr morgens. Mein Wecker ging los und ich begann mich langsam anzuziehen, vor mich hin murmelnd, wegen meines langen Aufbleibens und dass ich mehr Schlaf bräuchte. Whitney, Nakira und ich waren auf dem Weg zu einem Festival in Pennsylvania und hatten einen langen Tag vor uns. Lange Schlangen der Flughafensicherheit zogen sich bis in das Atrium, Kinder weinten, eine ganze Familie drängte sich vor eine Schlange von Leuten, die bereits gewartet hatten (einschließlich uns). Eine Fahrt im Flughafenzug, der völlig überfüllt war, ein langer Gang zum Terminal und ein hastiges Frühstück später auf meinem Platz im Flugzeug.

Weil mein Ticket später gebucht worden war, als die von Whitney und Nakira, saß ich einige Reihen vor ihnen. Ich landete auf Sitz 19E, ein Mittelsitz zwischen einer Mutter mit zwei lebhaften Mädchen, die auf der anderen Seite des Durchgangs saßen und einer Frau, mit einem warmen Lächeln und einem People Magazin, die das Alter meiner Mutter hatte, neben dem Fenster auf 19F.

„Sie müssen mir unbedingt sagen, ob das guter Lesestoff ist.“ sagte ich mit einem Lächeln, während ich auf das Titelblatt der Zeitschrift deutete. „Ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich mir die Zeitschrift kaufen soll oder nicht.“ Sie lachte und bot mir an, mir die Zeitschrift zu überlassen, sobald der Flug vorbei war. Sie würde sie für ihren Verbindungsflug nicht mehr brauchen, denn sie war sicher, dass sie sie bereits ausgelesen haben würde, bevor dieser Flug vorbei war. Wir unterhielten uns für eine Weile und ich erfuhr, dass sie auf dem Weg nach Montreal war um ihre Mutter zu besuchen, allerdings lebte sie in Florida. Nur ein Stück die Küste runter von meiner verschlafenen, kleinen Heimatstadt Cocoa.

Das Flugzeug begann die Startbahn entlang zu rumpeln und ich setzte Kopfhörer auf und versuchte ein wenig Ruhe zu bekommen, bevor der Tag der vor mir lag, offiziell anfing.

Der Signalton, der anzeigt, dass es Zeit war alle tragbaren, elektronischen Geräte auszuschalten, weckte mich aus meinem Schlummer. Die Dame neben mir klopfte mit ihrem Arm im Takt der Musik in ihrem eigenen Kopfhörer, während sie durch ihre Zeitschrift blätterte. Als ich meinen iPod beiseite legte, tat sie das gleiche.

„Also, “ sagte sie fast zögerlich, um ein Gespräch bemüht, aber unsicher, ob ich bereit war mich an einem zu beteiligen „warum fliegen Sie nach Cincinnati?“ Ich fing an ihr To Write Love On her Arms und unsere Beteiligung am Festival nahe zu bringen. Ihre Augen weiteten sich, als ich ihr vom Bedarf an Gesprächen, die begonnen werden müssen und dem Bedarf der Menschen an Wissen, dass sie nicht allein sind und dass ihre Geschichten wichtig sind, erzählte. Sie erzählte mir, dass sie im Bildungsbereich arbeitete und das sie das Gefühl hatte, dass viele ihrer Schüler mit den gleichen Problemen zu kämpfen hatten, wie ich sie gerade erwähnt hatte.

„Das ist so wichtig“ sagte sie „Ich bin froh, dass ich in den 60er Jahren aufgewachsen bin! Es war viel weniger stressig, obwohl mir mein Mann da vielleicht nicht zustimmen würde.“ Als sie meine Verwirrung bemerkte, begann sie mir zu erzählen, dass ihr Mann und fünf seiner besten Freunde sich für die Armee verpflichtet hatten, direkt nachdem  sie die High School abgeschlossen hatten und nach Vietnam versetzt wurden. Sie sagte nicht wie lang es dauerte, aber innerhalb von Wochen starben alle fünf  Freunde ihres Mannes im Krieg. Er selbst wurde sogar in einem Hubschrauber angeschossen. „Er lebt mit so vielen Schuldgefühlen und Trauer. Er versteht nicht warum er leben durfte und sie nicht!“  Man konnte sehen, wie sehr sie ihren Mann liebte als sie über ihn sprach. Ihre Augen litten für ihn, trotzdem lächelte sie.

„Er hatte ein gutes Leben! Er lebte! Wir heirateten jung. Wir hatten drei Kinder.“ Meine Frustrationen des Morgens schienen zu verschwinden, während diese Frau ihre Geschichte vor meinen Augen für mich webte. „Ich weiß wir sind für so viel bestimmt, besonders nach dem 11. September. Wissen Sie, ich war im ersten Turm.“

Sie fuhr damit fort, mir von ihrem Morgen des 11. Septembers zu berichten.  Einem Morgen, an dem sie beschloss ihren Schreibtisch zu verlassen, der sich auf dem 91. Stockwerk befand, weil sie Hunger hatte. Auf dem Weg zum Aufzug unterhielt sie sich flüchtig mit Kollegen und fand sich im Gedränge der Straßen von New York wieder, um sich Frühstück zu kaufen. Zu dieser Zeit schlug das erste Flugzeug ein, ließ die Wände des Turms erzittern und sorgte für einen großen Aufruhr. Das Flugzeug krachte in das Gebäude und tötete sowohl jeden an Bord, als auch viele Kollegen dieser Frau. Die Kollegen, denen sie gerade noch einen „guten Morgen“ gewünscht hatte. Angst und Panik verschlangen das Gebäude und sie entkam rasch. Sechs Blocks weiter beobachtete sie, wie der Turm in sich zusammen fiel.

2995 Menschen starben bei den Angriffen am 11. September.

2995 Menschen wurden verloren, ihre Familien zurückgelassen, ihre Geschichten endeten zu früh.

Sie sah mich an mit fester Überzeugung. „Ich habe vor nichts mehr Angst. Der Tod ist mir egal. Ich habe dem Tod ins Gesicht geblickt. Mein Mann hat dem Tod ins Gesicht geblickt. Wir leben und jetzt geht es darum das Leben zu leben und glücklich zu sein.“ Ihre Worte schienen kaltes Wasser zu sein, das meinen Körper durchfloss. Ich hatte Gänsehaut auf meinen Armen und Tränen stiegen mir in die Augen. Diese Frau. Diese wunderschöne Fremde saß neben mir mit einem seltenen Selbstvertrauen bezüglich des Lebens. Sie sollte nicht mehr leben, aber sie lebte. Das tat sie! Ihr Herz schlug und ihre Lungen füllten sich mit frischer Luft und sie lebte! Sie erzähle mir, dass sie die kleinen Dinge im Leben nicht mehr für selbstverständlich erachtete, „das Kichern eines kleinen Kindes, ein Sonnenaufgang am Strand, Zeit darauf zu verwenden herumzufahren und neue Sachen zu erfahren. Das sind die Augenblicke, die Du würdigst, egal wie klein sie sind.“

Ich wusste nicht, dass es mich verändern würde, dieses Flugzeug zu besteigen. Ich wusste nicht, dass diese lächelnde, zeitschriftenlesende Frau ein neues Gefühl der Hoffnung in meinem Leben erschaffen würde. Sie offenbarte mir Wahrheiten, die ich vergessen hatte. Wahrheiten, die mich verjüngten und mir Frieden gaben. Sie hatte gelebt, gekämpft, hatte Furcht und Leid gespürt. Aber durch diese Kämpfe, durch diese Schmerzen, erlangte sie Hoffnung. Switchfoot *) bezeichnet jeden Atemzug als zweite Chance. Diese Frau hatte die Wahrheit umarmt. Sie trug sie mit sich. Als ich mit ihr aus dem Flugzeug ausstieg, dankte ich ihr dafür, dass sie ihre Geschichte mit mir geteilt hatte. Ich ließ sie wissen, wie sehr sie mich berührt hatte. Sie lächelte nur und wünschte mir eine gute Reise nach Pennsylvania. Dann war sie weg. Verloren in einem Meer aus Reisenden, die ihre Anschlussflüge suchten. Für die Dame auf 19F: Ich danke Dir so sehr, dass Du Deine Geschichte mit mir geteilt hast. Danke, dass Du mich daran erinnert hast das Leben zu umarmen und zu leben. Deine Geschichte ist so wichtig und bedeutungsvoll.

Von: Holly Hallum

*) Band aus den U.S.A.

Quelle: http://www.twloha.com/blog

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Konrad Adenauer sagte einst: „Fallen ist weder gefährlich noch eine Schande. Das Liegenbleiben ist beides.“

Wo soll ich anfangen? Bei dem Moment an dem ich zum ersten Mal die Klinge auf meiner Haut spürte oder vor der Kloschüssel hing? In der Nacht in der ich nach dem Grund für meine Existenz suchte? Es gibt so einiges von dem ich erzählen möchte, doch noch bin ich mir unschlüssig, wo es wirklich angefangen hat. Es gibt keine Ordnung, denn alles war ein reinstes Durcheinander. Wahrscheinlich ist es einfacher, wenn ich die Kernpunkte erzähle.

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Einsamkeit ist eines der schlimmsten Emotionen, die ich in den letzten Jahren gespürt habe und eines der häufigsten. Freunde nahmen Abstand, Klassenkameraden schlossen mich aus, andere lästerten über mich. Ich fühlte mich so gehasst. Dieses Gefühl machte mich depressiv. Viele Nächte lag ich in meinem Bett und weinte mich in den Schlaf. Zugleich war die Selbstverletzung mein Ausweg aus meiner kalten und dunklen Welt. Für einen kurzen Moment konnte ich alles um mich herum vergessen. Später nannte ich es „Selbstmord für ein paar Minuten“. Ich brauchte es einfach und aufhören war für mich keine Option. Es wurde immer intensiver. In der schlimmsten Zeit waren meine ganzen Arme und Beine voller Narben. Dadurch, dass ich sowieso keine kurze Kleidung trug, war es leicht sie zu verstecken. Ich wurde hinterlistig.

Ich erinnere mich noch daran, als ich einmal im Badezimmer saß. Ich ritze mich, mit dem Gedanken:“ Du bist es nicht wert eine makellose Haut zu haben. Du hast diese Narben verdient!“ Ist das nicht krank? – Ja das ist es. Mir wurde einfach alles zu viel. Ich hatte keine Freunde, fühlte mich hässlich und fett, schrieb keine guten Noten. Dies war der Grund weshalb ich später kleine Selbstmordgedanken bekam.

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Ich war noch nie richtig dünn. Schon immer hatte ich ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen, doch das kümmerte mich nicht viel. Ich habe einfach gerne gegessen.  Die Menschen um mich herum sahen dies anders. Schon in jungen Jahren musste ich mir sagen lassen, ich sollte auf meine Figur achten. Ein Junge aus der Schulen bezeichnete mich sogar als „Puddingdampfer“. Irgendwann konnte ich es nicht mehr hören und so beschloss ich ein wenig abzunehmen. Es schien auch gut zu funktionieren. Innerhalb von 2 Wochen verlor ich fast 4 Kilogramm. Schnell verfiel ich jedoch wieder in alle Verhaltensmuster und nahm zu. Daraus entwickelte sich ein ewiges Hin und Her zwischen Abnehmen und „normal“ essen, was immer mehr ins Extreme ging. Es endete damit, dass ich erst einige Tage hungerte und anschließend wieder einige Zeit nur am Essen war. Oder sollte ich eher fressen sagen?

Abnehmen wurde für mich zur Obsession. Ich dachte, es würde mir mehr Anerkennung bringen. Doch dieser Wunsch wurde für mich zum Verhängnis. Ich entschloss mich dazu weiter zu gehen als „nur“ Hungern. Ich musste einen Weg finden, diese Fressphasen auszugleichen. Warum also nicht Erbrechen und Abführmittel benutzen? Ich tat es selten, jedoch oft genug um es am Schluss schwer zu finden damit aufzuhören.

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Ein Ende fand alles letztes Jahr. Ich war an dem dunkelsten Punkt angekommen. Mir ging es zunehmend schlechter. Dies blieb nicht lange unbemerkt. Freunde sahen meine Narben und bemerkten mein Essverhalten. Sie legten mir ans Herz mit dem ganzen Zeug aufzuhören. Es dauerte zwar eine Weile bis ich mir dessen vollkommen bewusst war, doch letztendlich hat es klick gemacht. Aufhören war nicht einfach, aber ich gab mir Mühe. Besonders mit dem Ritzen muss ich heute noch kämpfen. Gerade erst letzte Woche hatte ich einen Rückfall. Wisst ihr was ich daraufhin getan habe? Ich habe mir dieses ganz bestimmte Wort auf das Handgelenk geschrieben: Liebe! Es macht es wirklich leichter.

Zudem habe ich immer noch diese Essanfälle, doch ich weiß, dass ich auch dies irgendwann in den Griff bekomme. Ich habe endlich Hoffnung geschöpft. Mein Leben hat wieder einen Sinn.

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Einige werden sich jetzt fragen, weshalb ich meine Geschichte veröffentlichen wollte. Ich kann es nicht mit ansehen, wie andere leiden und in ihrem  Schmerz versinken. Ich möchte ihnen Hoffnung schenken. Jeder Mensch ist wertvoll. Jeder Mensch hat es verdient zu leben und geliebt zu werden. Niemand ist allein. Vergesst das bitte nie.

 

Write love on your arms and please stay alive! :)

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Das Stigma los werden.

Die technische Definition des Wortes „Stigma“ ist „ein Zeichen der Schande, ein Zeichen der Schmach.“ Und eins der größten (vielleicht das größte) Stigmata in unserer Gesellschaft ist im Bereich der geistigen Gesundheit anzutreffen. Wenn es um Kämpfe wie Sucht, Depressionen und selbstverständlich Selbstmord geht. Eine Diskussion über das Thema Selbstmord ruft starke Reaktionen hervor. Manchmal Wut, Verurteilung, Spott, Scham oder auch Gefühllosigkeit und Apathie gegenüber denjenigen, die damit gekämpft haben, gegenwärtig damit kämpfen, oder damit kämpfen werden. Warum solch starke und negative Reaktionen?

Einer der Hauptgründe ist natürlich, dass es nichts Wichtigeres gibt als Leben und Tod. Und die Möglichkeit ins Spiel zu bringen, dass jemand den wir kennen (oder sogar wir selbst) dem eigenen Leben ein Ende setzt ruft starke Emotionen und Reaktionen hervor. Trotzdem ist dieses Stigma, dieses Zeichen der Schande, etwas, das viel tiefer reicht als unsere persönlichen Reaktionen darauf. Es ist etwas, das wir oft als Gemeinschaft, als Gesellschaft und als Angehörige einer Kultur ausleben. Während so viel Fortschritt errungen wurde, sind Selbstmord und der Bereich der geistigen Gesundheit Themen, über die man besser nicht spricht. Es sind Themen bei denen die Gesellschaft von uns verlangt, dass wir sie gefälligst für uns behalten sollen oder wir riskieren die verletzenden und schädigenden Reaktionen derer, die uns umgeben. Aber wenn wir stumm bleiben, wie bekommen wir dann jemals die Hilfe, die wir brauchen? Wenn wir nicht über diese Dinge mit den Menschen die uns umgeben reden, wie können wir sie darin bestärken, dass Heilung wirklich stattfindet? Wenn diese Dinge weiterhin im Schweigen stattfinden, scheint es schwierig zu sein, Kämpfe zu gewinnen, deren Existenz wir nicht einmal eingestehen dürfen.

Stigmata sind in unserer Welt nichts neues, aber existierten schon immer. Sie gehörten im Laufe der Jahre zu den verschiedenen Bevölkerungen dazu, befeuert durch die Lügen die wir glauben und die Angst, die diese Lügen verursachen. Vor Jahrzehnten wurde das Stigma HIV-positiver Menschen durch die Lüge verstärkt, dass HIV mit einem Handschlag übertragen werden konnte und dass sich nur die unteren Bevölkerungsschichten damit ansteckten. Diese Lügen nährten Ängste, die ein furchtbares Stigma für diese Menschen erschufen. Es verhinderte, dass diese Menschen Hilfe und eine medizinische Behandlung bekamen, oder dass sie mit ihren Familien und Freunden ehrlich bezüglich des Kampfes sein konnten, den sie führten.

In unserer heutigen Welt gibt es ähnliche Erfahrungen im Bereich des Selbstmords und geistiger Gesundheit. Wir glauben die Lügen, die besagen, „dass es unmöglich sei jemanden daran zu hindern, der sich das Leben nehmen will“ oder dass „es denjenigen, die mit Selbstmordgedanken, Depressionen, Süchten kämpfen niemals besser gehen wird.“ Neben vielen anderen. Wir fällen falsche Urteile, dass diejenigen die kämpfen selbstsüchtig, faul sind oder einfach keine Veränderung wollen. Die Wahrheit ist, dass es sich bei Selbstmord um die Todesursache handelt, die am ehesten zu verhindern ist und dass Selbstmordgedanken,  Depressionen, Süchte zu den Bereichen gehören, in denen Heilung möglich ist. Diejenigen die kämpfen sind nicht anders, als diejenigen, die es nicht tun, da diese Aspekte nicht exklusiv für „schlechte oder schwache“ Menschen ein Thema sind. Es ist für jeden ein Thema, der ein Mensch ist.

Bei einem Thema das so wichtig ist wie Selbstmord können wir nichts dagegen tun, dass  wir uns vor dem Verlust eines Menschen den wir lieben oder vor dem Verlust der Kontrolle über uns selbst fürchten. Wir haben Angst davor, dass wir nicht wissen werden, was wir einem Menschen sagen sollen, der uns etwas bedeutet um ihm zu helfen. Wir haben Angst davor nicht wieder zu genesen, wenn wir in Depressionen oder Süchte geraten. Wir haben Angst vor dem Gefühl des Verlorenseins, hoffnungslos, ohne zu wissen wie wir uns selbst helfen können und denen, die wir lieben. Mein Freund Rich sagte einmal, dass er in seinen Freundschaften keine Heilung suche, sondern einfach nur einen Bezug.  Hätten wir weniger Angst, wenn wir wüssten, dass es in Ordnung ist, wenn wir nicht alle Antworten für uns und für diejenigen parat haben, die uns etwas bedeuten? Würden wir uns getröstet fühlen, wenn wir dazu fähig wären Beziehungen zu haben, die uns durch dunkle Zeiten begleiten, sogar wenn sie nicht wissen, wie sie uns davon heilen können? Vielleicht müssen wir gerade in Zeiten der Hoffnungslosigkeit uns verzweifelt Hoffnung von anderen borgen und diese Hoffnung scheint besonders in Mitgefühl, Verständnis und Ermutigung ihren Ursprung zu haben.

Wenn wir das Stigma, das Selbstmord und geistige Gesundheit umgibt, bekämpfen wollen, wie wir es durch Veranstaltungen wie die National Suicide Prevention Week *) versuchen, dann liegt viel Arbeit vor uns. Es beginnt mit Gesprächen voller Anteilnahme, voller Liebe und Weisheit. Fangt damit an Euch selbst und Eure Gemeinschaft zu fragen, was Eure Ansichten zu Selbstmord und geistiger Gesundheit sind. Was sind die Lügen, die bitteren, verletzenden Ansichten die diejenigen betreffen, die diesen Pfad gegangen sind oder noch gehen werden? Was sind die Wahrheiten, die wir in das Licht rücken müssen? Was sind die Ängste, sowohl individuell, als auch als Gesellschaft, die von uns Besitz ergriffen haben? Wie schaffen sie es diejenigen, die uns umgeben, davon abzuhalten, sich in mitfühlende Gespräche einzulassen?  Und letztlich, wie können wir uns durch diese Ängste kämpfen um uns selbst, unsere Freunde und unsere Familien an die Wahrheit zu erinnern? Wie können wir sie zur Heilung, Genesung ,Beratung oder einfach nur zu einem ehrlichen, mitfühlenden Gespräch hin ermutigen?

Wenn wir vielleicht eine Weile diese Straße entlang gereist sind. Wenn wir die Lügen bekämpft und die Wahrheit umarmt haben, wenn wir eine mitfühlende und verständnisvolle Gesellschaft erschaffen haben. Dann wird es viel einfacher werden um Hilfe zu bitten und Heilung zu finden und es wird viel früher geschehen.

*) Gedenkwoche zum Thema Selbstmord, um diese Thematik in das gesellschaftliche Bewusstsein zu rücken.

 

Quelle:http://www.twloha.com/blog/

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Hört niemals auf zu kämpfen, hört niemals auf zu träumen

06.08.2007 – Der Tag der mein Leben komplett veränderte.
Ich war eigentlich immer ein glückliches Mädchen gewesen. Gute Noten, nette Familie. Das Einzige, was mir mein Leben kaputt machte, waren die Mobbing-Attacken in der Schule. Es ging sogar so weit, dass ich mich nicht mehr hintraute und sehr oft Krankfeierte. Sie mobbten mich, weil ich nicht so perfekt war, wie sie es wollten. Ich war nicht dünn oder schön (wenn man das für dieses Alter überhaupt sein kann) und genau das störte sie an mir.
Als ich an diesem Nachmittag nach Hause kam war ich allerdings ziemlich glücklich. Ich war von der Klasse als Klassensprecherin gewählt worden und ich hatte eine ehemalige Freundin wiedergewonnen – der perfekte Start in ein neues Schuljahr.
Doch meine Laune änderte sich schlagartig, als ich das verweinte Gesicht meiner Mutter sah, als sie mir an diesem Tag die Türr öffnete. Ich weiß nicht wieso, aber ich war immer ein recht feinfühliger Mensch gewesen. Denn, ohne, dass sie etwas sagte, wusste ich, was geschehen war. Meine Oma war verstorben. Dazu muss man sagen, dass ich meine Oma sehr geliebt habe. Sie hat mich in allen Hinsichten unterstützt, hat mir Mut und viel Kraft gegeben und sie hatte immer ein offenes Ohr für mich. Doch nun war sie nicht mehr am Leben. Der Mensch, der mir alles bedeutete hatte uns verlassen. Und ehrlich gesagt gab ich mir die Schuld dafür. Ich hatte ihr versprochen sie anzurufen und hatte es vergessen. Ich dachte einfach nur „machst du morgen“ – wenn ich damals mal gewusst hätte, dass es dieses „morgen“ überhaupt nicht mehr gibt. In meinen Augen hatte ich sie im Stich gelassen. Und von da an, wurde es einfach nicht besser.
Ich redete mir ständig ein, dass es meine Schuld war. Und irgendwie bekam ich dieses Gefühl nicht nur von mir zu spüren. Ich trauerte sehr über ihren Tod. Aber nicht nur ich – auch meine Eltern trauerten, doch mein Vater drückte seine Trauer in Wut aus.Und diese Wut bekam ich sehr oft zu spüren. Ich wurde immer depressiver, ich wollte nicht in die Schule, wollte aber auch nicht zu Hause bleiben. Ich hatte vor beidem panische Angst. Ich aß immer weniger und auch mein Schlaf kam deutlich zu kurz. Jeden Tag gab es neuen Stress zu Hause und immer mehr ärger. Ich weinte oft und viel, bis mich die Trauer irgendwann zu erdrücken schien.
Bis dann der Tag kam, an dem ich zum ersten Mal zum Messer griff. Damals war mir nicht bewusst, was das für Folgen haben würde. Ich wollte es ausprobieren, da ich viel darüber gelesen hatte, aber die Konsequenzen nicht ernst nahm.Es kann gut sein, dass das für mich damals ein Hilfeschrei war, dass ich Aufmerksamkeit brauchte – doch die bekam ich nicht.
Außer in der Schule, aber das war nicht gerade das, was ich mir erhofft hatte. Man nannte mich „Hässlich“, „Fett“, „Schlampe“ .. und noch viele weitere Dinge, die ich lieber nicht erwähnen möchte. Doch genau dieses „fett“ brannte sich wie ein heißes Eisen in meinen Kopf. Ich wollte nicht mehr so sein, wie ich war. Ich wollte dünn sein, wie alle anderen auch ! Ich steckte mir den Finger in den Hals, nur damit es mir „besser“ ging. Ich fühlte mich nach jedem Mal scheußlich, doch ich sagte mir, dass es sein musste. Das wäre die einzige Möglichkeit dünn zu werden. Heute weiß ich, dass es eine der schrecklichsten Dinge ist, die sich ein Mensch antun kann.
So vergingen ca 2 Jahre, bis ich 15 war. Irgendwann hatte es bei mir „Klick“ gemacht und mir war im Klaren, dass es so nicht weitergehen konnte. „Lass das Schneiden.“ – „Hör auf zu Kotzen.“ – „Irgendwann bringt dich das alles noch um.“ – Mit diesen Gedanken versuchte ich immer wieder aufzuhören und fing wenige Tage später wieder an.
Als diese 2 Jahre um waren geschah für mich das nächste Unglück. Ich verlor eine gute Freundin. Sie litt an Depressionen und war, genau wie ich, abhängig von Schmerzen. Ich verstand mich gut mit ihr, weil wir uns sehr ähnlich waren. Doch .. Sie nahm sich das Leben, weil sie sich von mir verraten fühlte. Ich wollte ihr damals helfen und hatte mich ihrer Mutter anvertraut. Ihre Mutter nahm mich nicht ernst, beschimpfte mich als Lügnerin und verbot mir den Kontakt mit ihr. Ich kann das hier nicht weiter ausführen, denn der Gedanke daran tut auch heute noch viel zu weh. Inzwischen habe ich begriffen, dass es nicht meine Schuld war, dass ich das Beste für sie wollte. Aber … man kommt sich vor, als hätte man Schuld. Man macht sich Vorwürfe. Ich habe in dieser Zeit sehr viel geweint. In mir schien ein Schmerz, der unendlich war. Der Schmerz war zu groß. Was tut man gegen Schmerzen ? Schmerzen mit Schmerzen bekämpfen. Oder eben .. Schmerzen mit „Heilmitteln“ bekämpfen. Tabletten. Heute frage ich mich, wie ich auf so eine Idee kommen konnte. Es hat mich nur noch weiter in diese Depressionen gezogen. Ich rutschte von einer Sucht in die Nächste, einfach nur, um die Schmerzen in mir los zu werden. Ich kam nie auf die Idee mich irgendwem anzuvertrauen, mit irgendwem zu reden, so wusste keiner, wie es mir wirklich ging. Nach außen spielte ich das glückliche Mädchen.
Doch, vor ungefähr 2 Jahren begann ich, mich ernsthaft um meine Süchte zu kümmern. Ich habe viel gelesen, habe mir Tipps und Ratschläge geholt und ich fing mit dem Bloggen an. Den Kummer, den ich in mir trug, schrieb ich alles nieder. Es fing langsam an, sehr langsam. Ich sperrte die Tabletten weg und schmiss meine ganzen Klingen in den Müll. Ich wollte all das nie wieder sehen. Es war extrem hart für mich. Das Verlangen mir selber wieder Schmerzen zuzufügen war enorm.
Irgendwann schien sich mein Leben wieder zu normalisieren. Innerlich fühlte ich mich zwar immer noch leer und einsam, doch ich versuchte, all das zu verdrängen. Ich trag unmengen von Menschen um abgelenkt zu werden – um geliebt zu werden ! Ich kämpfte dafür, endlich Anerkennung zu bekommen. Ich wünschte mir Menschen an meiner Seite. Ich wollte nicht mehr einsam sein. Und ganz ehrlich ? Das Kämpfen hat sich gelohnt. Ich habe mich Menschen anvertraut. Habe über meine Probleme gesprochen. Und inzwischen habe ich jemanden gefunden, der mich liebt, wie ich bin und der meine Geschichte kennt und akzeptiert. Das Mobbing in der Schule hat endlich aufgehört, mit meiner Familie läuft es besser.Ich bin zwar bis vor 6 Monaten immer wieder rückfällig geworden, was meine Sucht nach Schmerzen anging. Allerdings war das kein Grund für mich aufzugeben. Ich habe begriffen, dass es sich lohnt zu kämpfen. Dass das Leben lebenswert ist. Es gibt immer einen Grund weiterleben zu wollen. Man muss ihn nur finden. Man muss seinen Träumen folgen, denn jeder Traum lässt sich realisieren. Die Menschen die sagen, dass etwas nicht funktioniert, haben es nicht versucht. Auch, wenn man sich oft alleine fühlt, ist man es nicht. Das habe ich in all der Zeit endlich verstanden. Es gibt immer jemanden der einen liebt und dem man vertrauen kann. Sicher ist nicht immer alles perfekt und es läuft auch sehr oft etwas schief, aber man darf nicht aufhören zu kämpfen. Ich kann all dies schreiben, weil ich angefangen habe, mit meiner Vergangenheit abzuschließen. Ich will all dies zwar nicht vergessen, aber verarbeiten und dann einen kompletten Neuanfang starten. Hört niemals auf zu träumen, denn Träume sind die Dinge, die das Leben so verdammt schön machen.

- C.

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